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Gegenwart und Geschichte des SPD-Ortsvereins Nienstädt

Eberhard KochDer SPD-Ortsverein ist die feste Organisation aller Sozialdemokraten und Sozialdemokratinnen, die in Nienstädt, Liekwegen, Meinefeld, Sülbeck und Wackerfeld wohnen. Zur Zeit zählt der Ortsverein mehr als 70 Mitglieder.

In der Gemeinde Nienstädt ist die SPD schon seit vielen Jahren die bestimmende politische Kraft. Bei der letzten Kommunalwahl 2001 erreichte die SPD mit 61,7 % der abgegebenen Stimmen ein Traumergebnis und damit wiederum die absolute Mehrheit im Gemeinderat. Die SPD stellt in Nienstädt 9 der 15 Ratsherren und Ratsfrauen und mit Gerhard Widdel den Ortsbürgermeister. Auch der Samtgemeindebürgermeister Rolf Harmening, der außer für Nienstädt auch noch für Helpsen, Hespe und Seggebruch zuständig ist, wird von der SPD gestellt. Ebenfalls wird der Rat der Samtgemeinde klar von der SPD geprägt: 16 der 26 Ratsmitglieder kommen von der SPD.

Diese guten Wahlergebnisse kommen nicht von ungefähr. Sie sind das Ergebnis einer bürgernahen, sozialen, zukunftsorientierten und nachhaltigen Politik vor Ort. Wir verweisen nur auf das prosperierende Gewerbegebiet mit vielen neuen Arbeitsplätzen, den Erhalt von Einkaufsmöglichkeiten im Ort, den Umbau der B 65 zu einer sichereren Straße, die behutsame Erschließung neuer Baugebiete, die Erweiterung und Verbesserung der Kindertagesstätten und die Unterstützung der aktiven örtlichen Vereine und der Sportstätten. In Nienstädt gehört es inzwischen zum guten (sozialdemokratischen) Ton, dass wichtige Entscheidungen für die Gemeinde immer erst nach breiter innerparteilicher Diskussion und im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern gefällt werden.

Der Nienstädter Ortsverein beschäftigt sich aber nicht nur mit der Gemeinde-politik, sondern häufig auch mit übergeordneten politischen Fragen. So sind in den letzten Jahren Initiativen zur Bildungspolitik im Landkreis, zur Wirtschafts- und Sozialpolitik und zur Umweltpolitik gerade auch von Nienstädt ausgegangen. Entsprechend sind und waren Nienstädter Sozialdemokraten auf höheren politischen Ebenen aktiv. Beispiele sind hier die beiden Kreistagsabgeordneten Eckhard Ilsemann aus Sülbeck und Christiane Reckmann aus Liekwegen und der ehemalige Landtagsabgeordnete Alfred Reckmann.

Die Nienstädter Sozialdemokratie kann auf eine gut 100-jährige Tradition zurückblicken. Sie ist damit die älteste demokratische Partei in der Gemeinde. Erste Spuren finden sich in den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts nach dem Ende des Bismarckschen Sozialistengesetzes im Kaiserreich. Die Ortschaften am Hang des Bückeberges wie Liekwegen, Sülbeck und Nienstädt waren durch die Industrialisierung zu Arbeiterdörfern geworden. Hier wohnten vor allem Bergleute, Maurer, Steinhauer und Glasmacher, die im Steinkohlebergbau (zum Beispiel auf der Zeche Osterholz/Nienstädt und später in Stadthagen) und in den Glashütten (in Stadthagen und Obernkirchen) arbeiteten und sich seit der Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert in Gewerkschaften organisierten und Konsumgenossenschaften gründeten. Zur Reichstagswahl 1893 wurden in Sülbeck erstmals sozialdemokratische Zeitungen und Schriften von Haus zu Haus verteilt, was sofort die Polizei auf den Plan rief. Bei den konfiszierten Schriften handelte es sich übrigens um eine Rede des damaligen SPD-Vorsitzenden August Bebel mit dem Titel „Zukunftsstaat und Sozialdemokratie“. Sozialdemokraten galten zu Kaisers Zeiten noch als „vaterlandslose Gesellen“ und als gemeingefährliche Unruhe-stifter, die die kaiserliche Ordnung bedrohten. Daher wurden sie polizeilich überwacht, fanden kaum ein Versammlungslokal und riskierten ihren Arbeits-platz bei Bekanntwerden ihrer Überzeugungen. Dennoch stimmten schon 1893 in Sülbeck 33,6 % der Wähler (Frauen durften im Kaiserreich nicht wählen) für die SPD.

In Schaumburg-Lippe festigte sich die sozialdemokratische Organisation erst nach 1901, als der in Liekwegen geborene Glasmacher Heinrich Lorenz in Stadthagen den „Schaumburger Hof“ übernahm und von dort sowohl die Gewerkschaften wie auch die Sozialdemokratische Partei dauerhaft aufbaute. Lorenz wurde später in der Weimarer Republik die herausragende Persönlichkeit der Schaumburg-Lipper SPD und brachte es in der Landesregierung bis zum Staatsrat, ehe ihn 1933 die Nazis absetzten, da er der braunen Diktatur im Wege stand. Im Jahre 1908 hatte die SPD in ganz Schaumburg-Lippe 254 Mitglieder, davon waren die meisten in Stadthagen, aber auch 50 in Nienstädt und 30 in Osterholz gemeldet, sodass davon auszugehen ist, dass seit dieser Zeit im Raum Nienstädt erste Ortsvereine existierten. Ein genaues Gründungsdatum ist aber nicht bekannt.

Eberhard Koch
14.08.2006


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